geboren 12. März 1607 in Gräfenhainichen Kurfürstentum Sachsen, † 27. Mai 1676 in Lübben, war neben Martin “Luther” einer der ganz grossen deutschsprachigen Kirchenlieddichter.
Paul Gerhardt wurde am 4. April 1622 in die Fürstenschule St. Augustin in Grimma aufgenommen und galt als fleissiger Schüler, der seine Prüfung mit Bravour meisterte.
Nach Erfolgreichem Abschluss entschied sich Paul Gerhardt für ein Studium an der lutherischen Universität Wittenberg.
Er war schon im Elternhaus der lutherischen Lehre begegnet, und fand hier auch bedeutende Lehrer der Lutherischen Orthodoxie.
Ebenso wurde Paul Gerhardt an der philosophischen Fakultät aufgenommen, wo er fleissig Vorlesungen über die Dichtkunst des “August Buchner” besuchte, was das Schaffen von Gerhard inspirierte.
Von Geldsorgen geplagt liess sich Paul Gerhardt bei “August Fleischauer”, Wittenberger Stadtkirche als Hauslehrer anstellen.
Die Erfahrungen in Wittenberg wirkten auf ihn so sehr, dass er am 26. April 1642 sein erstes Gelegenheitsgedicht verfasste.
So wurde der bedeutende “Kirchenmusiker” Paul Gerhard “geboren”.
Dann, 1643 zog es Ihn nach Berlin, wo er auch seine Sabina heiratete und Ihr ein Gedicht widmete.
Gerhard verfasste unter Kriegseinflüssen weitere Liedtexte.
30 November 1651 trat er das Amt als Pfarrer in Mittenwald an.
1657–1667 in der “Berliner Nikolaikirche”.
Pflegte aber weiter die Liedkunst als Kirchenmusiker.
1653 war die fünfte Auflage von Crügers Gesangbuch erschienen, darin sich auch 64 neue Lieder von Gerhardt befanden.
Eines davon, “Oh Haupt voll Blut und Wunden”.
Paul Gerhardt, der grosse Kirchenmusiker verstarb im 70. Lebensjahr am 27. Mai 1676 und wurde im Chorraum seiner letzten Arbeitsstätte beigesetzt.