Archive for the ‘Kirchenmusik’ Category

Der Verband evangelischer Kirchenmusiker

Der Verband evangelischer Kirchenmusiker, kurz VeM, wurde 1993 unter dem Namen “Reichsbund für evangelische Kirchenmusik” von Adolf Strube gegründet. Im selben Jahr wurde der Verband jedoch wieder umbenannt und heißt seitdem “Verband evangelischer Kirchenmusiker”. Der Verband wurde in drei Unterverbände gegliedert, die Kirchenmusiker, die Kirchenchöre und die Posaunenchöre. Der aktuelle Präsident ist Christoph Bogon und Geschäftsführer des Verbandes ist Klaus Wedel. Die Vizepräsidenten sind Johanna Werner-Balcke und Ingomar Kury. Der Landesverband evangelischer Kirchenmusiker hat die Aufgabe, fachliche, berufliche und soziale Interessen der Kirchenmusiker in Deutschland zu fördern. Die Kirchenmusik soll wieder in den Fokus treten und mehr gesellschaftliche Anerkennung bekommen. Kirchenmusikdirektor Lothar Mohn möchte durch seine Arbeit die Qualität, der in den evangelischen Kirchen Deutschlands gespielten Musik, sichern. Die Geschäftsstelle des evangelischen Kirchenmusikerverbandes befindet sich in Nürnberg. Da der VeM nicht über große Gelder verfügt, ist er auf die Spenden von Mitgliedern und Gönnern angewiesen. Die Spendenbeauftragte des Verbandes ist Christiane Prinzing. Diese Spenden werden jedoch nicht nur in Deutschland ausgezahlt, sondern werden in ganz Europa für die Förderung von Kirchenmusik verwendet. Letztes Jahr wurden 42.700 € gespendet und anschließend an nationale, als auch internationale Kirchengemeinden ausgezahlt. Ich persönlich unterstütze den evangelischen Kirchenmusikerverband gerne, da ich es erstrebsam finde, die Kirchenmusik zu fördern und sie wieder klangvoll ins Leben zu rufen. Weitere Informationen zum Kirchenmusikerverband gibt es in der monatlichen erscheinenden Zeitschrift “Forum Kirchenmusik”. Hier werden die Leser beispielsweise über aktuelle Nachrichten aus der Welt der Kirchenmusik und auch über Termine und Veranstaltungen informiert.

Kirchenmusiker Ordnung

Seit längerer Zeit spiele ich in unserem Ort die Kirchenorgel. Um diese Aufgabe ausfüllen zu können müssen die Grundlagen der Kirchenmusiker Ordnung eingehalten werden. Zur Wahrnehmung dieser Aufgabe musste ich, bevor ich überhaupt spielen konnte, nachweisen, dass ich als Orgelsachverständige auch die notwendige Qualifikation zu den Orgelspielen besitze. Zu dieser Qualifikation gehörte in erster Linie, dass ich gut Orgel spielen kann. Durch mein Musikstudium bereitet mir diese Aufgabe keine Probleme, desweiteren war es notwendig den Nachweis zu erbringen, dass ich die liturgische Funktion der Orgel kenne, die Orgelliteratur und deren ganze Bandbreite Bescheid weiß. Gut, die Orgel, die ich spiele, gehört schon den höheren Orgelkreisen an.

Ich bin sozusagen zum Orgelsachverständigen nach der Kirchenmusiker Ordnung berufen worden. Sollte die Kirchengemeinde Zweifel an meinen Fähigkeiten haben, kann sie mich in begründeten Fällen jederzeit abberufen.

Wird der Neubau einer Orgel geplant ist es meine Aufgabe als Orgelsachverständiger Vorschläge für den Orgelbau auszuarbeiten. Diese Vorschläge werden dann dem jeweiligen Ordinariat vorgestellt und gemeinsame Entscheidungen getroffen. Der Vorgang, bis zum endgültigen Neubau einer Orgel, ist ziemlich langwierig und führt vom Ordinariat zum Amt für Kirchenmusik und sogar in ein Tonstudio.

Bei den Orgelspielen, wie auch Bau, geht es meist auch um erhebliche Kosten. Aus diesem Grund auch der überaus hohe Anspruch an den Kirchenmusiker, für den die Kirchenmusiker Ordnung nur Ausdruck dessen ist, was für hohe Aufgabe er wahrnimmt. Die Pflege und das Fachwissen über den Orgelbau dienen letztendlich auch einer längeren Haltbarkeit der Orgel, die, wenn sie aufgrund unsachgemäßer Behandlung defekt ist, immense Kosten für die Kirchengemeinde verursachen kann.

Kirchenmusiker Paul Gerhardt

geboren 12. März 1607 in Gräfenhainichen Kurfürstentum Sachsen, † 27. Mai 1676 in Lübben,  war neben Martin “Luther” einer der ganz grossen deutschsprachigen Kirchenlieddichter.

Paul Gerhardt wurde am 4. April 1622 in die Fürstenschule St. Augustin in Grimma aufgenommen und galt als fleissiger Schüler, der seine Prüfung mit Bravour meisterte.

Nach Erfolgreichem Abschluss entschied sich Paul Gerhardt für ein Studium an der lutherischen Universität Wittenberg.
Er war schon im Elternhaus der lutherischen Lehre begegnet, und fand hier auch bedeutende Lehrer der Lutherischen Orthodoxie.
Ebenso wurde Paul Gerhardt an der philosophischen Fakultät aufgenommen, wo er fleissig Vorlesungen über die Dichtkunst des “August Buchner” besuchte, was das Schaffen von Gerhard inspirierte.

Von Geldsorgen geplagt liess sich Paul Gerhardt bei “August Fleischauer”, Wittenberger Stadtkirche als Hauslehrer anstellen.

Die Erfahrungen in Wittenberg wirkten auf ihn so sehr, dass er am 26. April 1642 sein erstes Gelegenheitsgedicht verfasste.
So wurde der bedeutende “Kirchenmusiker” Paul Gerhard “geboren”.

Dann, 1643 zog es Ihn nach Berlin, wo er auch seine Sabina heiratete und Ihr ein Gedicht widmete.

Gerhard verfasste unter Kriegseinflüssen weitere Liedtexte.

30 November 1651 trat er das Amt als Pfarrer in Mittenwald an.

1657–1667 in der “Berliner Nikolaikirche”.

Pflegte aber weiter die Liedkunst als Kirchenmusiker.

1653 war die fünfte Auflage von Crügers Gesangbuch erschienen, darin sich auch 64 neue Lieder von Gerhardt befanden.
Eines davon, “Oh Haupt voll Blut und Wunden”.

Paul Gerhardt, der grosse Kirchenmusiker verstarb im 70. Lebensjahr am 27. Mai 1676 und wurde im Chorraum seiner letzten Arbeitsstätte beigesetzt.

Kirchenmusiker – Was ist ein Kirchenmusiker

Kirchenmusiker nennt sich jemand, der in einer Kirche als Ogranist, Chorleiter oder als beides zusammen arbeitet. Eine andere Bezeichnung die gerne für den Kirchenmusiker benutzt wird ist Kantor. Der Beruf des Kirchenmusikers kann ehrenamtlich oder aber auch neben- und hauptberuflich ausgeübt werden. Nun stellt sich vielleicht die Frage, wie wird man Kirchenmusiker? Es ist erforderlich eine Ausbildung zu absolvieren, die sich in 4 Prüfungen gliedert. Die Prüfungen sind die D-Prüfung, die C-Prüfung, die B-Prüfung und die A-Prüfung. Bei der D-Prüfung wird man in der Kirchengemeinde ausgebildet und legt die Prüfung als Hilfskirchenmusiker ab. Bei der C-Prüfung gibt es die Möglichkeit zwei Jahre ein C-Seminar zu besuchen, sowie ein Studium an einer Kirchenmusikschule zu absolvieren, mit dem Ziel des C-Abschlusses für den Nebenberuf, in Bayer besteht die Möglichkeit die Berufsfachschule für Musik zu besuchen. Bei der B-Prüfung muss man 4 Jahre an einer Kirchenmusikschule, Musikhochschule oder Akademie studieren. Zuletzt muss man dann die A-Prüfung ablegen indem man 4-6 Jahre ein A-Studium besucht oder das Zusatzstudium für B-Kirchenmusiker. Bei beiden Studien muss die A-Prüfung für den hauptberuflichen Dienst an Hauptkirchen mit besonderen künstlerischen Schwerpunkten abgelegt werden. Nach der Ausbildung hat ein Kirchenmusiker vielfältige Aufgabengebiete, er kann als Musikpädagoge, leitet Konzerte, musikalische Früherziehung und noch einiges mehr.

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